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CPQ vs. Variantenkonfigurator: die Unterschiede einfach erklärt

Kurzantwort: Ein Variantenkonfigurator und ein CPQ-System lösen verwandte, aber unterschiedliche Aufgaben. Der Variantenkonfigurator ist technisch orientiert: Er stellt sicher, dass nur gültige, herstellbare Produktvarianten entstehen. Meist ist er mit der Warenwirtschaft verbunden. CPQ (Configure, Price, Quote) ist vertrieblich orientiert: Es ergänzt die Konfiguration um Preislogik und Angebotserstellung und ist typischerweise im Vertriebsprozess oder CRM verankert. In der Praxis verschmelzen beide oft zu einer Lösung: korrekt konfigurieren und automatisch bepreisen.

Was ist ein Variantenkonfigurator?

Ein Variantenkonfigurator unterstützt die technische Zusammenstellung modularer Produkte. Über Regeln und Abhängigkeiten stellt er sicher, dass nur sinnvolle und herstellbare Kombinationen entstehen. Typisch ist der Einsatz im Maschinen- und Anlagenbau, wo er häufig direkt mit dem ERP- oder Warenwirtschaftssystem verknüpft ist und bis zur Stückliste (BOM) durchgreift.

Was ist CPQ (Configure, Price, Quote)?

CPQ steht für „Configure, Price, Quote“: konfigurieren, bepreisen, anbieten. Der Fokus liegt auf dem Vertrieb: CPQ verbindet die Produktkonfiguration mit einer Preislogik (inklusive Rabatten, Staffeln und Kalkulationsregeln) und erstellt daraus automatisch ein Angebot. CPQ ist damit oft im Vertriebsprozess oder CRM angesiedelt.

Die Unterschiede auf einen Blick

AspektVariantenkonfiguratorCPQ
FokusTechnische MachbarkeitVertrieb & Angebot
KernfrageIst diese Variante herstellbar?Was kostet sie und wie biete ich sie an?
Typische AnbindungERP / WarenwirtschaftCRM / Vertriebsprozess
ErgebnisGültige Konfiguration, StücklistePreis und fertiges Angebot
Typische BrancheMaschinen-/AnlagenbauVertrieb varianter Produkte

Wann brauchen Sie was?

  • Eher Variantenkonfigurator, wenn Ihr Engpass die fehlerfreie technische Konfiguration und die Anbindung an die Fertigung ist.
  • Eher CPQ, wenn Ihr Engpass die schnelle, korrekte Angebots- und Preisfindung im Vertrieb ist.
  • Meist beides, wenn Kunden online selbst konfigurieren und sofort einen Preis oder ein Angebot erhalten sollen.

Warum die Grenze in der Praxis verschwimmt

Für Ihre Kunden zählt das Ergebnis, nicht die Kategorie. Ein moderner Online-Konfigurator vereint deshalb beide Welten: Er lässt nur gültige Varianten zu (Variantenlogik), berechnet sofort den Preis (CPQ) und kann die Konfiguration als Anfrage, Angebot oder Auftrag in Ihre Systeme übergeben. Genau diese durchgängige Lösung ist in der Regel das Ziel.

Häufige Fragen (FAQ)

Ist CPQ dasselbe wie ein Produktkonfigurator?

Nicht ganz. Der Produktkonfigurator ist der Konfigurationsteil; CPQ ergänzt ihn um Preisfindung und Angebotserstellung. Viele Lösungen enthalten beides.

Brauche ich eine Anbindung an mein ERP?

Wenn aus der Konfiguration automatisch Aufträge oder Stücklisten entstehen sollen, ja. Die Anbindung an Warenwirtschaft/ERP ist oft der größte Effizienzhebel.

Kann ich klein anfangen?

Ja. Häufig startet man mit Konfiguration und Preislogik und ergänzt die ERP-Anbindung später. Der Umfang lässt sich stufenweise planen.

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Der Autor

Stefan Uhlenberg

Softwareentwickler aus Kalbach in Hessen. Ich entwickle individuelle Produktkonfiguratoren zum Festpreis, von der Regel-Logik über 3D und AR bis zur Anbindung Ihrer Warenwirtschaft. Mehr über mich.